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Deswegen war ich auch sehr dankbar für die Pause. Wir hielten auf einer kleinen Anhöhe und so konnten wir schon mal einen tollen Ausblick in die Wüste haben. Weit und breit war kein Leben zu sehen, kein Haus und keine Zivilisation. Und wenn die mitfahrenden Gäste nicht so viel gequatscht hätten, dann hätte man auch nichts gehört. |
| Mich hat das wirklich beeindruckt. Von Vorteil ist in der Wüste derjenige, der Spuren lesen kann. Ich bin mir sicher, dass es hier von Spuren und Zeichen nur so wimmelt und die Wüste gar nicht so "Tod" ist, wie sie sich uns präsentiert. Auf jeden Fall knallt die Sonne hier nur so runter und ich bin froh, dass ich die lange Hose gewählt habe. |
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Die Beduinen leben in Häusern und es gibt viele zivilisierte Dinge hier. Man versucht die zwar zu verstecken (genauso wie den Kühlschrank in dem nubischen Dorf), aber einem aufmerksamen Besucher entgeht das nicht. Wir werden in einen Aufenthaltsraum gelotst, wo wir Tee serviert bekommen. Der schmeckt übrigens grausam und wird wohl mit dem einheimischen Bergwasser gemacht. Empfindliche Mägen sollten sicherheitshalber darauf verzichten, genauso wie Leute, die von schmutzigen Gläsern Herpes kriegen. Da ich beides nicht habe war das nicht relevant und ich probierte den Tee. |
| Danach wurde uns der Shop präsentiert. Es gab eine ganze Reihe von Naturheilkundlichen Mitteln, aber ich habe nichts eingekauft. Mittel gegen Diabetes, Magenschmerzen usw. Der Reiseleiter konnte mir nicht sagen, wie diese Pflanzen heißen. Ich hätte ja gar nicht die lateinischen Bezeichnungen gebraucht, nur die einheimische Bezeichnung. Den Rest hätte ich schon rausgefunden. Über soviel Unkenntnis kann ich wieder nur den Kopf schütteln. | |
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Auf dem Weg zum Wasserloch bekamen wir noch Begleitung. Der Hund stürzte direkt auf mich zu und ließ sich erstmal verwöhnen. Ich hatte einen neuen Freund getroffen und am liebsten hätte ich ihn gleich mitgenommen. Auf dem Weg gesellten sich noch 2 andere Hunde dazu, die waren aber nicht so begeistert mit mir. Im Beduinendorf hält man Katzen und Hunde zur Ungeziefer-Abhaltung. Das wurde uns gesagt, aber ich glaube eher, dass die Tiere den Tourismus zu schätzen gelernt haben. Ab und an fällt sicher was für die Tiere ab. |
| Gesehen haben wir nicht viel, da ja die Berge davor sind. Aber trotzdem ist es ein atemberaubendes Naturschauspiel. Störend sind nur wieder die quatschenden Touristen. | |
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Zum Abschluß gab es noch ein bißchen beduinische Folklore. Ich überlegte mir, dass die Leute bestimmt froh sind, wenn die Touris wieder weg fahren. Klar, wir bringen ihnen das Geld ins Dorf, aber sie haben nicht einen Tag Ruhe. Nur in der Nacht können sie mal aufatmen und ihr Privatleben leben. Ehrlich gesagt wäre mir das zu stressig. |