| Obwohl es so früh ist, brennt die Sonne schon vom Himmel als wir dort so gegen 8 Uhr eintreffen, wir verstehen, wieso Arabi (unser Reiseführer) so früh loswollte. Man hat den Eindruck, als ob die Sonne direkt in das Tal brennt. | |
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Er düst los und scheint ganz zu vergessen, dass er meine Eintrittskarte hat. Demzufolge stehe ich wie bestellt und nicht abgeholt vor dem Grab während die anderen schon hinein dürfen. Dank Arabi werde ich dann doch reingelassen -- es gibt also doch noch Kavaliere. |
| Im Grab selber erwartet mich eine beeindruckende Wandmalerei. Die Reliefs sind in den Fels eingehauen und erzählen sehr viel von der Geschichte und vom Leben des Toten. Auch versteht man den Totenkult und die Götter der Ägypter. Sehr faszinierend. In dem Grab ereilte mich dann der Fluch des Pharao und mir Riß eine Schnalle an meinem Schuh. So ein Ärger. | ![]() |
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Dieser Ägypter scheint ja dann zumindest Ulli gefunden zu haben, der sich dann zu einer "geheimen Stelle" hat bringen lassen um sich fotografieren zu lassen. Ich gucke mir das Ganze kopfschüttelnd an. |
| Nachdem wir alle zusammen einige Gräber besucht hatten, konnten wir noch 30 Minuten alleine verbringen. Ich hätte gerne noch das Grab von Tut Ank Amun gesehen, aber Ulli hat sich erzählen lassen, wie toll man im Grab von Ramses II. fotografieren kann und das wollte er sich nicht entgehen lassen. Also stampfte ich schmollend hinterher. Zwischendurch wird aber noch eine Trinkpause eingelegt. | |
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Ganz hinten in den engen Gängen bekomme ich langsam Platzangst. Also überlasse ich dem fotografierenden Ulli seinem Schicksal und verziehe mich nach draußen. Ich frage mich heute noch, ob er das überhaupt bemerkt hat vor lauter Fotografiererei. Ich wartete dann draußen auf ihn. |
| Mittlerweile ist es schon sehr heiß und wir stiegen den Tempel rauf um ihn zu erkundschaften. In einem der Nebentempel stand ich plötzlich wieder alleine da und mußte mich wieder einem sehr aufdringlichen Ägypter wehren. Mittlerweile war ich schon ziemlich geladen und frustriert. Während die anderen Pärchenweise den Tempel besichtigten kletterte ich entweder alleine zwischen alten Steinen herum oder rannte wie blöd hinter dem fotografierenden Ulli hinterher. |
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Dort hatten wir die Möglichkeit Souveniers zu kaufen und deren Herstellung zu beobachten. Klar: "Isse ganze privat. Kannst Du schauen und wenn man will kaufen. Musse nix kaufen.". Na dann mal sehen. |
| Auch wir kauften ein paar Souveniers. Einen Skarabäus und Bastet die Göttin der Fröhlichkeit. Na wenn das mal hilft und meine Stimmung etwas erhellt. | ![]() |
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Danach fuhren wir weiter zu den Kolossen von Memmnon. Darüber kann man sich nicht viel auslassen. Aus dem Bus aussteigen, 2 Fotos gemacht, in den Bus einsteigen und dann gings schon wieder zurück Richtung Schiff. |
| Als wir in der Stadt sind, wird unser erster Eindruck endgültig bestätigt. Luxor ist eine sehr heruntergekommene und verdreckte Stadt. Vom einstigen Prunk ist nichts zu sehen. Zur eigenen Sicherheit benutzte ich dann auch das mitgenommene Tuch. Nicht nur, dass es damit angenehmer in der Sonne war, sondern mir blieben auch die Blicke und Berührungen der Männer erspart. So ein Tuch ist doch sehr praktisch und ich werde in Zukunft öfters darauf zurückgreifen. Wir kaufen an einem Stand ein paar ägyptische Gewürze und die ersten Postkarten. |
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Ein paar Läden weiter hing das Fleisch draußen. Es versteht sich von selbst, dass es übersäät war von Fliegen. Ich dachte ernsthaft darüber nach, während dem Urlaub auf Fleisch zu verzichten. Es war wirklich ekelig. Besonders auch, wenn man daran denkt, dass das Fleisch den ganzen Tag der Hitze, der Sonne und den Fliegen ausgesetzt ist. |
| Wir kehrten dann in einem Hotel ein um einen Tee zu trinken und auf die Abfahrt unseres Taxis zu warten. | |