Der St. Martins Dom
Der St. Martins Dom in Bratislava ist ein gotischer, dreischiffiger Dom. Sie war fast 300 Jahre die Krönungskriche der ungarischen Kaiser und Könige.
An die Krönungen erinnern übrigens eine Liste (unvollständig) der ungarischen Herrscher, eine Krone im oberen Teil der Fensterfüllung hinter dem Hauptaltar und die 1,57m hohe und 300 kg schwere, goldene Krone auf der Turmspitze. Wenn die Sonne in einem bestimmten Winkel auf die Krone fällt, dann leuchtet sie über die ganze Stadt - wunderbar.
Die Kirche wurde langwierig umgebaut. Als Problem erwies sich aber die Stadtmauer, die nicht eingerissen werden konnte. Die Bastei wurde deshalb abgerissen und der Kirchturm in die Stadtmauer integriert. Deshalb ist der Eingang in den Dom nicht gegenüber dem Hauptaltar.
Während den Gottesdiensten ist die Kirche geschlossen, aber ansonsten sind die Öffnungszeiten:
Mo-Fr. 10-11.45 und 14 - 16.46
Sa. 10-12 und 14-16.45
So 14-16.45
(Angabe meinerseits ohne Gewähr)
Die "Pförtner" sind ziemlich unfreundlich, aber man darf sich dadurch nicht abschrecken lassen. Sie sind wirklich harmlos ;-).
In der Kirche selber finden sich Werke des mitteleuropäischen Barocks des Bildhauers G.R. Donner. Auch befinden sich dort im erzbischöflichen Grabgwölbe die sterblichen Überreste von Emmerich Eszterhazy.
In einem silbernen Sarg über dem Altar der Kapelle wurden die mumifizierten Überreste des bedeutenden Heiligen der orthodoxen Kirche, des Hl. Johannes des Almosengebers bestattet. Im Jahr 2000 wurden sie feierlich der orthodoxen Kirche übergeben, und nach 1400 Jahren kam die Relique in den Geburtsort des Heiligen auf Zypern.
Zu einem prachtvollen Dom gehören natürlich auch Glocken. Leider wurde diese während des ersten Weltkriegs für Kanonen eingeschmolzen. Es blieb nur die "Wedderin" - eine der kostbarsten Glocken in Europa.
Die eingeschmolzenen übrigen fünf wurden im Jahr 2000 wieder im Turm aufgehängt. Die Finanzierung wurde übrigens erst möglich durch Beteiligung der benachbarten Staaten.