| Ein paar Minuten muß man noch laufen, bis man direkt am Vatikan ist. Dieses Bild kann nur einen kleinen Eindruck davon geben, wieviele Menschen am Sonntagmorgen schon unterwegs sind. Ich war wirklich überrascht. Es war ja auch nicht Hauptsaison und trotzdem so unheimlich viele Menschen unterwegs zum Vatikan. | ![]() |
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Wir gingen vorbei an der schweizer Garde, die übrigens wirklich schweizerisch spricht und kein Italienisch. Zumindest untereinander. |
| Und dann waren wir drin. Hier bin ich vor dem Vatikan. Im Hintergrund sieht man die Basilika und wenn man genau hinguckt, sieht man den Balkon, wo der Papst immer spricht. | |
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Und hier haben wir nochmal Ulli vor dem Vatikan. Da wir noch Zeit hatten, beschlossen wir reinzugehen. Der Papst sollte angeblich erst um 12 Uhr erscheinen. |
| Was uns drinnen erwartete war wirklich unheimlich beeindruckend. Das war schon keine Kirche mehr, das war ein Palast. Gold an den Wänden und überall Figuren. Die Wände und Decken sind bemalt und verziert. Einfach einmalig. | |
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Ich entfernte mich also von der Menschengruppe und suchte nach Ulli. In dem Gedrängel hatten wir uns verloren. Ich hatte mein Handy in seinem Rucksack und konnte auch keine Rücksprache halten. Das war ja auch nicht schlimm. Wir hatten uns ja verabredet. Also genoß ich das Umhergehen in der Basilika. |
| Erstmal mußte man am Grab von Petrus vorbei. Davor ist eine Glasscheibe und mit Blitz zu fotografieren war nix. Das merkte ich dank der Digicam recht schnell. Also mal ohne Blitz versucht. Was draus geworden ist, könnt Ihr hier sehen. Es ist etwas dunkel geworden. Ich habe zwar versucht, es heller zu machen, aber so richtig schön ist es nicht geworden. |
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Unten lagen dann solche Marmorsäge. Manchmal kniete jemand davor oder küßte den kalten Marmor. Ich weiß jetzt nicht, welcher Papst hier liegt, aber beeindruckend war das dort unten schon. Nur leider kannten die Touristen auch hier keinen Respekt. |
| Die heilige Pforte war ja nur im heiligen Jahr (2000) geöffnet. Jetzt ist sie wieder zu und jeder läßt sich davor fotografieren. Dieses Tor ist schon ziemlich beeindruckend. Die Verzierungen und die Bilder, die in der Tür eingeschlagen wurden. Der Boden davor ist übrigens auch aus Marmor. | ![]() |
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Unten sah ich ihn dann schon am verabredeten Treffpunkt stehen. Die Freude war groß, dass unsere Verabredung geklappt hatte. Jetzt war es gerade 11.30 Uhr und wir hatten noch etwas Zeit. Inzwischen wurde der Petersplatz auch voller und das Fernsehen war auch schon eingetroffen. Wir ergatterten einen guten Platz ganz vorne und hatten eine prima Sicht auf den Balkon, wo unserer Meinung nach der Papst sprechen würde. |
| Während wir warteten erzählten wir uns, was wir erlebt hatten. Ulli hatte anscheinend mehr erlebt als ich. Er hat nicht nur die Kunstschätze gesehen, sondern auch die Leichnahme einiger Päpste. Hier ist nur ein Foto davon. | |
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Dann war es auch endlich soweit. Aber nicht am Balkon, sonder aus dem großen Haus rechts (wo die Wohnung es Papstes ist) wurde eine lila Fahne gehängt. Jetzt wußten wir also, wo der Papst erscheinen würde. |
| Erstaunlicherweise ging in dem Augenblick die Wolkendecke auf. Es wurde warm und die Sonne ließ sich sehen. Und dann...plötzlich war er da. Er saß am Fenster und winkte runter. Die Menschenmenge jubelte und mir lief ein kalter Schauer über den Rücken. Es war einfach einmalig faszinierend. Zwar sieht man von ihm nur einen kleinen Fleck, aber trotzdem ist es atemberaubend. |
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Dann hat der Papst gesprochen. Alles wurde über Lautsprecher auf den Platz übertragen.Ich habe es nicht verstanden, aber die Menschen haben geklatscht und waren total begeistert. Einige haben angefangen zu weinen und auch ich hatte einen Kloß im Hals. Die Atmosphäre war so überwältigend. |
| Manche Leute waren extra angereist, hatten Spruchbänder mitgebracht und waren in Landestracht. Die hat der Papst speziell begrüßt und in Landessprache genannt und angesprochen. Damit hat er die Menschen richtig glücklich gemacht. | |
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Diese "Erscheinung" dauerte ca. 20 Minuten. Dann winkte er noch einmal und ich hatte den Eindruck, als wollte er sich nicht von den Menschen trennen. Er winkte und dann verschwand er wieder, so schnell, wie er gekommen war. Ich hatte den Eindruck, alleine zurückzubleiben. Es war ganz komisch. |