Neuigkeiten bei Solango


Solango entwickelt sich zu einem richtig kleinen Frechdachs. Meine Patenschaft besteht schon seit November letzten Jahres und hier werde ich immer so berichten, was er so erlebt.
Vielleicht eine kurze Erklärung, wie ich an diese Informationen komme. Die Pateneltern bekommen immer einen Brief, wo alles drin steht, wie sich der kleine Eli entwickelt.
Ihr könnt Euch vorstellen, wie sehr ich immer auf diese Nachricht warte.
Jetzt viel Spaß beim Lesen.


Mai/Juni 2003:
Mittlerweile hat sich Solango gut im Tsavo eingelebt. Seine große Freundin Mweiga, die schon 4 Jahre alt ist, ist wie eine Mutter für Solango, mit 18 Monaten das Nesthäkchen in Tsavo: Er darf zwischendurch immer mal wieder an ihren Ohren nuckeln – offenbar was ganz besonders Schönes für den Kleinen, der, nur vier Wochen mit seiner Mutter zusammen sein konnte. Kuscheln tun nämlich nicht nur Menschen-Babies liebend gern...

Wenn Solango ausgekuschelt hat und spielen will, macht er sich auf die Suche nach Sosian (3), seinem besten Kumpel. Wenn Sosian sich in der Mittagshitze beim Mudwallow in den Schlamm plumpsen lässt, darf Solango auf ihm herumturnen. Was der einfach großartig findet... Und als Sweet Sally den kleineren Solango einmal gegen das Metallgitter der Stockades drängelte, kam ihm Sosian sofort zur Hilfe und piekste Sally mal eben kurz mit seinen kleinen Stoßzähnen.
Aber auch bei Elefanten-Freundschaften bleiben Eifersüchteleien nie aus. Diesmal war es Mweya, mit der Solango eines schönen Morgens „Fangen“ spielte. Kaum sah Sosian das, wollte er auch mitmachen. Da trat Mweya etwas beleidigt, aber entschlossen den Rückzug an. Obwohl sie mit 1,40 Meter genauso groß ist wie Sosian, fürchtete auch sie wohl seine neun Zentimeter langen Stoßzähne (denn ihre sind gerade erst im Werden...). Aber auch das gehört zur (Elefanten-)Kinder-Welt: Am nächsten Tag war alles vergessen, und nach einem schönen Schlammbad im Mudwallow jagten sie gemeinsam einem Eichhörnchen hinterher, das schließlich auf einen Baum entwischte und den dreien wohl von hoch oben eine lange Nase zeigte.

Man sieht, es geht im so richtig gut und er hat sich gut eingelebt.
...und was soll ich sagen..stolz auf unseren kleinen Elefanten bin ich immer noch. Sein Foto steht im Esszimmer auf der Anrichte *grins*

Dezember 2002:
Solango zieht um von Nursery nach Tsavo-Ost – Kenias größtem „Elefanten-Park“.
Anfang Dezember standen zwei große Safari-Trucks schon einige Tage vorher in der Nursery, um die Kleinen an die Fahrzeuge zu gewöhnen. Die Keeper trainierten das „Einsteigen“, indem sie den Elefanten den Weg in die Trucks mit einer Extra-Portion aus der Milchflasche versüßten. Neben Solango zogen auch 2 seiner "Mitwaisen" um.
Nach der Ankunft im Park wurde Solango mit großer Begeisterung begrüßt. Es waren ja schon vorher Elefanten umgezogen, die mit ihm in Nursery waren. Die Wiedersehensfreude war groß.

Die erste Nacht verlief nicht ganz so gut. Solango war ziemlich verzweifelt und sicher auch von der Fahrt etwas durcheinander. Er wird sich aber sicher gut einleben und wir werden sehen, wie es ihm dort ergeht.



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